Pap-Abstrich

Der Zellabstrich zur Gebärmutterhalskrebsfrüherkennung

Mit einem feinen Bürstchen wird ein Zellabstrich vom Gebärmutterhals entnommmen.
Dieser Zellabstrich wurde von dem griechischen Arzt George Papanicolaou entwickelt, deswegen heißt er auch kurz: Pap-Abstrich.
Die entnommene Zellprobe wird in einem speziellen Labor vom Zytologen („Zellspezialisten“) beurteilt und in 5 Stufen eingeteilt.

Ein auffälliger Befund bedeutet keineswegs, dass es sich um Krebs oder eine Krebsvorstufe handeln muss!! Es kann sich auch um leichte Zellveränderungen, die vom Körper selbst wieder behoben werden können, oder um eine Entzündung handeln.

Pap I und IIa: Normalbefund, Kontrollabstrich jährlich.

Pap II (p-g-e) : meist unwesentlich oder nur geringergradig veränderte Zellen. Es besteht kein Verdacht auf Vorliegen einer Krebsvorstufe. Kontrollabstrich in einem Jahr

Pap III (p-g-e-x) : Nicht sicher einschätzbare Zellveränderungen, die z.B. durch Entzündungen oder Hormonmangel bedingt sein können, Kontrollabstrich nach Behandlung. Dahinter könnten sich aber auch schwerere Veränderungen verbergen.

Pap III D1, III D2: Die Zellen weisen leichte bis mäßige Veränderungen auf. Die Chance, dass der Körper selbst diese Zellveränderungen „repariert“, sind 50-70% groß, deswegen wird abwartend im Abstand von 3 Monaten kontrolliert.

Pap IVa (p-g) : Verdacht auf eine schwere Zellveränderung oder Krebs im Frühstadium (In-situ-Karzinom). Üblicherweise wird eine operative Entfernung empfohlen, aber auch diese Veränderungen können sich in 30% der Fälle zurückbilden.

Pap IVb (p-g) und Pap V: Die Wahrscheinlichkeit ist groß dass sich ein Krebs entwickelt hat, hier muss eine operative Abklärung und Entfernung erfolgen.

Da der Zellabstrich von der Oberfläche des Gebärmutterhalses entnommen wird, können tiefere Gewebeschichten dadurch nicht beurteilt werden. Deswegen muss zur weiteren Abklärung höhergradiger Zellveränderungen Gewebe entnommen werden. Dies geschieht entweder durch gezielte Probenentnahmen (Biopsien) in einer Spezialsprechstunde (Dysplasie-Sprechstunde), oder es wird in leichter Narkose ein kegelförmiges Gewebestück (Konus) aus dem Gebärmutterhals herausgeschnitten (Konisation), welches die verdächtigen Schleimhautbezirke umfasst.

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